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Stil und Wirkung: Wenn Frauen in Führungspositionen ihren Stil strategisch nutzen

  • 17. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

„Mein Äußeres sollte keine Rolle spielen müssen."


Davon war Julia felsenfest überzeugt. Sie wusste, wer sie ist. Was sie kann. Was sie will. Mode war dabei für sie nie ein großes Thema.


Bis ihre Executive Coach sie fragte: „Haben Sie sich auch schon mal über Ihre optische Wirkung Gedanken gemacht?"


- Nein, hatte sie nicht.


Gleichzeitig löste diese Frage etwas aus, das sie nicht ignorieren konnte. Einerseits war da die Überzeugung: Das Äußere sollte keine Rolle spielen müssen.


Andererseits wusste sie insgeheim: Es tut es.


Mein Äußeres sollte keine Rolle spielen müssen. Frau in Füheunghsposition

Und jetzt, passend zum Jobwechsel, wäre vielleicht auch der richtige Zeitpunkt dem Thema mit mehr Neugierde zu begegnen und ggf. anzugehen.


Warum Stil und Wirkung kein Widerspruch zu Kompetenz und Expertise sind

Es gibt einen Gedanken, der viele Frauen davon abhält, sich mit ihrem Auftritt zu beschäftigen: die Angst, oberflächlich zu wirken. Als würde die Beschäftigung mit dem Äußeren etwas über die inneren Werte aussagen.


Das Gegenteil ist wahr.


Stil und Wirkung als strategisches Tool zu verstehen bedeutet nicht, sich der Oberfläche zu verschreiben. Es bedeutet, Verantwortung dafür zu übernehmen, wie man wahrgenommen wird – statt es dem Zufall zu überlassen.


Dein Erscheinungsbild kommuniziert permanent. Es sendet Signale über Haltung, Selbstverständnis und Positionierung – ob du es bewusst gestaltest oder nicht. Die Frage ist nicht, ob dein Auftritt eine Rolle spielt. Die Frage ist, ob du entscheidest, welche.


Zwischen Pragmatismus und Ausstrahlung


Als Julia zu mir ins Kennenlerngespräch kam, bat ich sie, ihren bisherigen Stil in drei Worten zu beschreiben.


Ihre Antwort: „Pragmatisch. Praktisch. Gut." Und dann, etwas später: Dass sie manche Frauen um ihre Ausstrahlung bewundere. Dass sie selbst mutiger und sicherer wirken möchte, aber sich nicht traue - und sich auch nicht verbiegen will – das war ihre größte Angst.


Ich höre diesen Satz oft. Und ich verstehe ihn. Die Vorstellung, Stilberatung bedeute, eine fremde Hülle überzustülpen, hält viele Frauen davon ab, den ersten Schritt zu machen.

Meine Antwort an Julia war dieselbe, die ich immer gebe: Verbiegen? Nein. Verändern? Ja – aber authentisch.


Wenn Frauen in Führungspositionen ihren Stil strategisch nutzen:


Wir haben keinen neuen Stil erfunden. Wir haben ihren bestehenden Stil geschärft und um Facetten erweitert, die schon in ihr angelegt waren – aber noch keinen Ausdruck gefunden hatten. Kein Chichi. Keine Trends. Keine Orientierung an vermeintlichen Idealen.


Das Ergebnis: Ein Auftritt, mit dem sie sich wohlfühlt, der zu ihr gehört – und zur Rolle und dem neuen Lebensabschnitt, in dem sie jetzt ist. Mit mehr Ausstrahlung, mehr Mut, mehr Stilsicherheit. Und einer Wirkung, die sie im Business bewusst für sich nutzen kann.


Was authentische Stilentwicklung bedeutet – und was nicht

Authentischer Stil entsteht nicht durch Anpassung an Erwartungen. Nicht durch das Kopieren anderer. Und nicht durch das Tragen von Kleidung, in der man sich nicht erkennt.

Er entsteht durch Klarheit – über die eigene Persönlichkeit, die eigene Rolle und die eigene Wirkungsabsicht.


Vier Fragen helfen dabei:

  • Wie will ich wahrgenommen werden? Nicht wie ich wahrgenommen werde – sondern wie ich es möchte.

  • Wie will ich mich fühlen?

  • Was trägt mein aktueller Auftritt dazu bei – und was nicht?

  • Welche Facetten von mir kommen bisher noch nicht zum Ausdruck?


Genau hier setzt Stilberatung an. Nicht beim Kleiderschrank. Sondern bei der Person dahinter.


Der erste Schritt: Deinen Stiltyp kennen

Julias erster konkreter Schritt war simpel – und hat alles verändert: Sie fand heraus, welcher Stiltyp sie ist.



Fazit: Das Äußere sollte keine Rolle spielen müssen. Aber es tut es.

Und das ist keine Ungerechtigkeit, die man hinnehmen muss – es ist eine Realität, die man gestalten kann.

Frauen in Führungspositionen, die ihren Auftritt bewusst entwickeln, gewinnen nicht nur an Sichtbarkeit. Sie gewinnen an Sicherheit. An Klarheit. An dem Gefühl, vollständig in ihrer Rolle angekommen zu sein. Nicht weil sie sich verändert haben. Sondern weil das, was in ihnen steckt, endlich vollständig nach außen sichtbar ist.

 
 
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